Willkommen zur Originalfilmnacht

Die zehnte „Originalfilmnacht“ findet am Fr, 02. Dezember 2016 um 20 Uhr statt. Diesmal beleuchten wir, wie die Darstellung des Lebens und Liebens in Großstädten Asiens durch den Einsatz von Originalton statt Synchronisierung verbessert wird.

Für die Anreise zur auto-kultur-werkstatt gibt es einen Plan mit den nächsten Haltestellen und eine vorausgefüllte Fahrplananfrage der DB und des VRR.

Sie können sich hier für die nächsten Termine anmelden und uns interessante Filme nennen. Vielleicht möchten Sie uns auch sagen, wie sich Ihre Kinobesuche verändern würden, wenn Filme normalerweise im Original mit Untertiteln gezeigt würden? Das Formular dazu ist am Ende dieser Seite.

Datenschutz: Alle Datenübertragungen vom Browser zum Web-Server sowie zum privaten PC für Auswertungen erfolgen verschlüsselt. Es werden keine Daten weitergegeben. Kontakt: Sebastian Lisken.

Für ein Kino im Originalton!

In der „originalfilmnacht“ will sich ein Kinopublikum bemerkbar machen, das Filme im Originalton (mit Untertiteln, OmU) sehen will:

  • weil es die originalen Stimmen und Geräusche als einen wichtigen Teil des Filmwerkes wahrnimmt;
  • weil es die Vielfalt der Sprachen nicht abschreckend, sondern spannend findet (ob man diese Sprachen gelernt hat oder nicht).

Etwas ist faul in deutschen Kinos …

Warum ist es in Deutschland üblich, daß Kinofilme synchronisiert werden?

Selbst „anspruchsvolle“ Kinos zeigen normalerweise „deutsche Fassungen“. Daß es sich dabei um eine erhebliche Veränderung des ursprünglichen Werkes handelt, wird kaum thematisiert. Eine Recherche bei Bielefelder Kinos ergab:

  • Wenn beim Verleih eine deutsch synchronisierte Version zu bekommen ist, wird diese von den Kinos gegenüber einer OmU-Version bevorzugt, abgesehen von wenigen Ausnahmen.
  • Dies entspricht anscheinend den Erwartungen und Wünschen des Publikums. Das Lesen von Untertiteln wird offenbar als lästig, der Verlust des Originaltons als nicht wesentlich empfunden.
  • In den Programm-Ankündigungen wird die sprachliche Nachbearbeitung nicht ausdrücklich erwähnt — wenn man sich hierüber informieren will, muß man lernen, daß in den Fällen, in denen überhaupt keine Filmsprache angegeben ist, eine deutsch synchronisierte Fassung gezeigt wird. Die Originalsprachen werden auch dann nicht vermerkt, wenn ausnahmsweise eine Originalfassung mit Untertiteln gezeigt wird: es muß anhand des Herkunftslandes geraten werden. (In welcher Sprache ist ein OmU-Film aus Belgien? Oder einer aus Indien?)

Wir halten das für falsch — Sie auch?

Falls Sie unser Unbehagen über diesen Zustand noch nicht so recht nachempfinden, empfehlen wir Ihnen den Zeitungsartikel „Sieben Argumente“ aus dem Berliner Tagesspiegel vom 5. August 2003.

Wissen die Kinos überhaupt, was wir wollen?

Auch wenn Sie nicht zur Originalfilmnacht kommen, und auch wenn Sie nicht unsere Meinung teilen: wir würden uns über Ihre Teilnahme an unserer Online-Umfrage freuen. Sie müssen nur die Zeilen ausfüllen, zu denen Sie eine Angabe machen können/wollen.

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